Rachet Bronco – Ungezähmte Hengste im Interview

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„Taugenichts und ungezähmte Hengste“ bedeutet „Rachet Bronco“ wörtlich. Ihre Musik hingegen taugt durchaus – das haben wir am 28. Oktober festgestellt, als die Jungs als Vorband von Katinka in der p.m.k. gerockt haben. Wir wollen nun mehr wissen und treffen Rachet Bronco im Treibhaus.

Zeitlos: Seit wann gibt es Rachet Bronco und wie haben sich die Bandmitglieder zusammengefunden?
Rachet Bronco:
Tinder! Nein, Spaß. Das war vor nicht ganz zwei Jahren. Gekannt haben wir uns zwar schon davor, allerdings spielten wir alle in anderen Bands. Alex und ich (Pete) hatten eine Band zu dritt mit einem anderen Schlagzeuger. Wir bekamen dann von Klaus Schubert (No Bros-Gründer, Gitarrist, Komponist, Bandleader, Musikjournalist und General, der sein Augenmerk immer wieder auf Newcomer richtet) das Angebot, nach Grenoble zu einem Musikfestival zu fahren. Das Kriterium war jedoch, dass wir mindestens fünf Bandmitglieder sein müssen. Stefan kam als Schlagzeuger dazu, Alex spielte weiterhin Bass, Dip und ich Gitarre. Jesse sprang später ein, als unser Pianist aus der Band ausstieg – seitdem ist Jesse unser Konzertpianist.

Zeitlos: Gab es auf dem Festival in Grenoble Erlebnisse, die euch besonders im Gedächtnis geblieben sind?

Rachet Bronco: Es war alles todernst. Es gab nur Wasser und grünen Tee!

Zeitlos: Und jetzt die richtige Version?

Rachet Bronco: Es war total witzig. Zwei Wochen lang jeden Tag mit wildfremden Leuten zu musizieren, ist für uns als Musiker das Beste, was man machen kann. Die unterschiedlichen Musikrichtungen und Einblicke in andere Kulturen wie zum Beispiel Volksmusik aus Tunesien ergaben eine witzige Kombination. Das absolute Highlight war natürlich das Abschlusskonzert, wo wir vor etwa 8.000 Leuten gespielt haben.

Zeitlos: Was habt ihr noch von dem Festival mitgenommen?

Rachet Bronco: Jeder persönliche Kontakt mit anderen Menschen hat einen gewissen Einfluss auf das, was man macht – gerade im künstlerischen Bereich. Selbst wenn man nur Gespräche führt mit jemandem. Das fließt immer irgendwie in die Musik ein.

Zeitlos: Wie ist euer Bandname entstanden?

Rachet Bronco: „Rachet“ bedeutet wörtlich übersetzt Nichtsnutz oder Taugenichts und „Bronco“ ungezähmter Hengst. Aber wie das entstanden ist, war ein Mysterium und wird immer eines bleiben.

Zeitlos: Wo geht ihr am liebsten feiern, wenn ihr privat unterwegs seid?

Rachet Bronco: Sixty Twenty! Zu späterer Stunde ist das Project cool. Aber generell ist es ganz unterschiedlich, je nachdem wie die Stimmung ist. Was immer geht ist das Irish und das Kater Noster. Aber dort ist es auch tödlich! Doch wo ist es das nicht?

Zeitlos: Am 21. Dezember spielt ihr im Treibhaus. Nennt uns drei Gründe, warum man als Student hingehen sollte.

Rachet Bronco: Der erste Grund ist mal Bier. Das ist für jeden Studenten schonmal ein ganz guter Grund: Es gibt was zu trinken! Außerdem ist das Konzert billiger, wenn man sich im VVK eine Karte checkt. Studenten stehen auf Vergünstigungen. Der dritte Grund: Wir sind da! Und Hello Sally spielt auch.

Zeitlos: Gibt es eine Bühne oder ein Land, wo ihr unbedingt einmal spielen wollt?

Rachet Bronco: Ja, das Treibhaus! Das passiert ja bald. Aber es muss voll sein. Wenn wir spielen muss es heiß sein und alle schwitzen. Es tropft Kondenswasser von der Decke runter – so soll‘s sein!

Zeitlos: Gibt es einen Musiker, mit dem ihr gerne einmal auf der Bühne abrocken würdet?

Rachet Bronco: Egal wie utopisch das jetzt klingt: Dave Grohl – das wäre mein absoluter Lebenstraum (Stefan)! Ich würd gern mal mit John Mayer zusammenspielen (Pete). Eros Ramazotti (Jesse)! Wer auch cool wär: Giuseppe Palermo (Stefan)!

Zeitlos: Wie würdet ihr euch als Band abschließend in drei Worten beschreiben?

Rachet Bronco: Sexy, bärtig, laut!

 

Text: Bianca Brodbeck, Kati Schefbänker

Bilder: Laura Zobernig

 

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